Nix Süßes
Einmal machte sich ein ziemlich flotter Feger auf die Socken. Die Situation war nämlich ziemlich mau. Mit ihrer Mutter kam sie ja irgendwie klar, aber der Vater hatte sich aus dem Staub gemacht und die beiden hingen seitdem ständig aufeinander. Das ging mal besser aber meistens ziemlich schlecht. Außerdem hatten sie zwar oft was zu tun, aber dabei herausgekommen ist gar nix. Irgendwann hatten auch sie kapiert, das da irgendwas schief lief und deshalb ging das Mädel in die Stadt.
Und wie sie sich so auf den Weg gemacht hat, hatte sie schon mal den ersten Schritt getan. Das war prima und fühlte sich auch sehr gut an.
Da kam eine Alte des Wegs. 'So ein charmantes Ding!', dachte sie, 'Das ist sie bestimmt!' und sprach das Mädel an: „Du suchst doch sicher was, damit ihr euch mal wieder satt essen könnt, oder?“ Das Mädel guckte ganz verdutzt. „Ey, Alte - ja schon, aber ... woher weißt Du das?“ „Na, ist doch klar, was soll die Frage? Hier! Das ist ein Topf. Mit allem Schnick und Schnack. Wenn Du dem sagst: 'Topf koch mal!' dann könnt ihr euch so richtig satt essen. Danach sagst Du einfach 'Topf hör auf!' und fertig. Morgens, mittags, abends, wann immer ihr wollt.“ Und mit den Worten: „Mach's mal gut und lecker!“ machte sie sich aus dem Staub.
Na, gut, der Spruch war geklaut, aber das Mädel war trotzdem ziemlich verdutzt. Sie guckte sich den Topf genauer an: Kein Preisschild mehr dran – war also nicht geklaut, Henkel, Deckel alles in Ordnung, schien also alles ganz normal zu sein. Aber nee, das konnte sie sich nicht vorstellen, dass der einfach so auf Kommando kochen würde. So nach dem Motto: Hast du den Schubeck im Haus, brauchst du für's Essen nicht mehr zu sorgen. Denn das war ja kein Schubeck, das war ein simpler Topf. Die Alte wollte sie wohl verarschen – aber nicht mit ihr! So einen Brei ließ sie sich nicht andrehen!
Schade eigentlich, finden Sie nicht?
Keine Moral der Geschicht' – das einzig Gute: jetzt muss sich wenigstens niemand mehr durch diese ganze Pampe durchfressen.
Es war einmal: Der süße Brei
Geklauter Spruch von Thomas Hackenberg

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